Es ist der Alptraum aller Weinliebhaber, Hobbygenießer und Freunde edler Tropfen: Die Weinallergie! Doch was bedeutet dieser Begriff eigentlich, wie macht sich solch eine Allergie überhaupt bemerkbar und was kann man gegen sie tun? Wir haben uns mit der Thematik auseinandergesetzt, um in diesem Artikel sämtliche Fragen beantworten und Verwirrungen beseitigen zu können!

Allergische Reaktionen können durch verschiedene Stoffe ausgelöst werden

An sich ist das Phänomen der Weinallergie relativ selten. In Deutschland tritt die Problematik bei gerade einmal 0,2% der Bevölkerung auf. Doch wer jetzt erleichtert aufatmet, der hat sich leider zu früh gefreut, denn eine allergische Reaktion kann durch verschiedenste Stoffe im Wein ausgelöst werden. In den meisten Fällen heißt der Übeltäter „Sulfite“, aber auch Menschen mit einer Histamin-Intoleranz können negativ auf den edlen Rebensaft reagieren. Ebenso ist es möglich, dass eine Allergie auf Hefe oder Alkohol als Ursache zugrunde liegt. Eine absolute Randerscheinung stellt hingegen die Intoleranz gegenüber Trauben und Tanninen dar, welche im Wein enthalten sind. Sollten Sie also den Verdacht haben, Wein nicht gut zu vertragen, ist ein Gang zum Arzt immer der beste Weg um zu erörtern, wodurch die allergischen Reaktionen denn nun genau ausgelöst werden.

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Erste Anzeichen und Symptome

Bei einer Allergie gegen Wein oder die darin enthaltenen Stoffe können diverse unterschiedliche Symptome auftreten, die sich zumeist in einem Zeitraum von 30 Minuten nach dem Weintrinken bemerkbar machen. Während die einen über leichte Kopfschmerzen, Unwohlsein und Benommenheit klagen, können in anderen Fällen Atembeschwerden, ein niedriger Blutdruck oder sogar allergische Schocks die Folge sein. Weitere Anzeichen können Durchfall, Erbrechen, Hautrötungen, Schwellungen und Jucken sein. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, bei leichten Symptomen einen kühlen Kopf zu bewahren, denn das Auftreten von Übelkeit muss nicht zwangsläufig mit einer Unverträglichkeit einhergehen. Oftmals hängt diese Beschwerde mit einer Reizung der Magenschleimhaut zusammen, welche durch die Säure im Wein ausgelöst werden kann. Von daher empfiehlt es sich bei leichten Anzeichen ruhig zu bleiben und diese etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was tun gegen eine Weinallergie?

Nach längerem hin- und herüberlegen haben Sie den Schritt gewagt und haben einen Allergietest durchführen lassen. Das Ergebnis ist jedoch so gar nicht zu Ihrer Zufriedenheit: es handelt sich tatsächlich um eine Allergie gegen gewisse Stoffe, die in Wein enthalten sind! Bedeutet das nun in der Konsequenz, nie wieder einen edlen Tropfen genießen zu können? Bei die Beantwortung dieser Frage geht es vor allem darum, welchen Inhaltsstoff Sie denn genau nicht vertragen. Sollte beispielsweise eine Histamin-Intoleranz vorliegen, empfiehlt es sich von Rotwein auf Weißwein umzusteigen, da dieser in den meisten Fällen den besagten Stoff nicht beinhaltet. Im Falle einer Alkoholunverträglichkeit gibt es einige Sorten an Wein, die sich alkoholfrei genießen lassen und durch die der Genuss des Rebensaftes nicht eingestellt werden muss. Selbst im Falle einer körperlichen Abwehr gegenüber Sulfiten gibt es Hoffnung, denn einige Winzer haben sich auf die Herstellung von sulfitfreiem Wein spezialisiert und wer Schwierigkeiten mit Histamin hat, der sollte ebenso auf Weißweine und alkoholfreie Tropfen setzen.
Abschließend lässt sich sagen, dass man bei leichten Beschwerden nach dem Weintrinken nicht gleich panisch werden sollte, sondern sich mit seinem Arzt in Verbindung setzen sollte und auch, dass eine Allergie gegen bestimmte Inhaltsstoffe nicht gleich das Aus für die gemütlichen Weinabende bedeuten muss.

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